.:. SAKRAMENTE .:.

Die sieben Sakramente unserer katholischen Kirche weisen in ihrer Zeichen- oder Symbolhandlung auf eine religiöse Wirklichkeit hin und vermitteln in ihrem Vollzug, einem kommunikativen Geschehen zwischen Spender und Empfänger, letztlich zwischen Gott und Mensch, dem gläubigen Menschen eine Heilswirklichkeit. Die Kommunikation mit Gott ereignet sich jedoch im Zusammenspiel mit dem Wort Gottes und mit den Sakramenten.
Das Wort Gottes und das Sakrament sind voneinander verschieden, aber auch aufeinander bezogen. Das in der Verkündigung ergehende Wort Gottes und die Sakramente gehören zusammen, weil sie stets aufeinander verweisen.

Die Taufe
Die Taufe ist die Eingangspforte zu den Sakramenten; ihr tatsächlicher Empfang oder wenigstens das Verlangen danach ist zum Heil notwendig; durch sie werden die Menschen von den Sünden befreit, zu Kindern Gottes neu geschaffen und, durch ein untilgbares Prägemal Christus gleich gestaltet, der Kirche eingegliedert; sie wird nur durch Waschung mit wirklichem Wasser in Verbindung mit der gebotenen Form der Taufworte gültig gespendet (Can. 849).
Ein Pate muss unter anderem katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben (Can. 874- § 2.3).
Die Taufe wird in unserer Pfarrei an Sonntagen gespendet, entweder während des Gottesdienstes, auch in der Osternacht, oder nachher in der Taufkapelle. Vor der geplanten Taufe treffen sich die Eltern des Kindes mit dem Taufspender zu einem Gespräch.
Wenn sich Erwachsene taufen lassen wollen, ist ein Vorbereitungsunterricht notwendig.

Das Sakrament der Firmung
Die Firmung beschenkt die Getauften… mit der Gabe des Heiligen Geistes und verbindet sie vollkommener mit der Kirche; es stärkt sie und verpflichtet sie noch mehr dazu, sich in Wort und Tat als Zeugen Christi zu erweisen sowie den Glauben auszubreiten und zu verteidigen (Can. 879).
Momentan wird bei uns in der Regel durch einen Bischof die Firmung jährlich im Sommer/Herbst gespendet. Den Firmlingen mit etwa 18 Jahren wird ein fast einjähriger Vorbereitungskurs angeboten, der selektiv wahrzunehmen zu ist.

Heiligste Eucharistie
Das erhabenste Sakrament ist die heiligste Eucharistie, in der Christus der Herr selber enthalten ist, als Opfer dargebracht und genossen wird; durch sie lebt und wächst die Kirche beständig (Can. 897). Damit die heiligste Eucharistie Kindern gespendet werden darf, ist erforderlich, dass sie eine hinreichende Kenntnis und eine sorgfältige Vorbereitung erhalten haben, so dass sie das Geheimnis Christi gemäss ihrer Fassungskraft begreifen und den Leib des Herrn gläubig und andächtig zu empfangen in der Lage sind (Can. 913).
Die Kinder der dritten Klasse werden auf ihre erste heilige Kommunion im Religionsunterricht vorbereitet. Diese findet dann am Weissen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, statt.

Sakrament der Busse
Im Sakrament der Busse erlangen die Gläubigen, die ihre Sünden bereuen und mit dem Vorsatz zur Besserung dem rechtmässigen Spender bekennen, durch die von diesem erteilte Absolution von Gott die Verzeihung ihrer Sünden, die sie nach der Taufe begangen haben; zugleich werden sie mit der Kirche versöhnt, die sie durch ihr Sündigen verletzt haben (Can. 959).
In der Pfarrei werden zweimal im Jahr, vor Ostern und vor Weihnachten, Versöhnungsfeiern angeboten, die im "Forum" bekannt gemacht sind. Gleichzeitig besteht immer nach Anmeldung beim jeweiligen Priester die Möglichkeit zur persönlichen Beichte.

Sakrament der Krankensalbung
Durch die Krankensalbung empfiehlt die Kirche gefährlich erkrankte Gläubige dem leidenden und verherrlichten Herrn an, damir er sie aufrichte und rette; sie wird gespendet, indem die Kranken mit Öl gesalbt und die in den liturgischen Büchern vorgeschriebenen Worte gesprochen werden (Can.998).
Die Krankensalbung wird auf Wunsch vom jeweiligen Priester gespendet.

Weihe
Durch das Sakrament der Weihe werden Kraft göttlicher Weisung aus dem Kreis der Gläubigen einige mittels eines untilgbaren Prägemals, mit dem sie gezeichnet werden, zu geistlichen Amtsträgern bestellt; sie werden ja dazu geweiht und bestimmt, entsprechend ihrer jeweiligen Weihestufe die Dienste des Lehrens, des Heiligens und des Leitens in der Person Christi des Hauptes zu leisten und dadurch das Volk Gottes zu weiden (Can. 1008).
Die Stufen der Weihe sind zum Bischof, Priester und Diakon.
Wenn sich jemand zum Priesteramt berufen fühlt, möge er sich an den Seelsorger oder direkt an das Priesterseminar in Chur wenden.

Ehe
Die Ehe kommt durch den Konsens der Partner zustande, der zwischen rechtlich dazu befähigten Personen in rechtmässiger Weise kundgetan wird; der Konsens kann durch keine menschliche Macht ersetzt werden. Der Ehekonsens ist der Willensakt, durch den Mann und Frau sich in einem unwiderruflichen Bund gegenseitig schenken und annehmen, um eine Ehe zu gründen (Can. 1057).
Vor der Eheschliessung ist ein sogenanntes Traugespräch mit dem Seelsorger zuführen.
Gewünschte Termine sollten möglichst frühzeitig abgesprochen werden.

Ausser den sieben Sakramenten ist im Lebenslauf eines Gläubigen noch das kirchliche Begräbnis von Bedeutung. In Urdorf ist in der Regel zunächst am Friedhof Abdankung und im Anschluss daran ein Gottesdienst in unserer Pfarrkirche Bruder Klaus.
Bei einem Todesfall sollte möglichst umgehend Kontakt mit dem Seelsorger aufgenommen werden, um alle nötigen Schritte zu besprechen.
 


05.02.2012 15:27Uhr


05.02.2012
Chilekafi

05.02.2012
Eucharistiefeier mit Blasiussegen und Kerzenweihe

07.02.2012
Kirchenpflegesitzung mit Stiftungsrat und Baukommission

09.02.2012
Ökumenische Veranstaltung "Rund ums Sterben": Patientenverfügung, Testament mit Roger Gmür, Notar, Notariat Dietikon. Neue ref. Kirche



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